Traum-Erfahrung-Erkenntnis

Ein Beitrag von Rosa Schuster 02.02.2011

 

Es kommt immer wieder vor, das ich im Halbschlaf morgens noch träume.

Heute war es ein so eindrückliches Erlebnis das ich es teilen mag – soll? Wie auch immer ?

 

Die letzte Sprachbotschaft

 „Ich habe dein Eindruck dass eine ´neue Lebensaufgabe´ da ist“ – Möglichkeit gegenwärtig zu leben denn „besessen(d)e Vergangenheit“ ist abgeschlossen“

habe ich mir die letzten beiden tage wiederholt angehört. Da ich starke Anziehung und Präsenz zur Vergangenheit spürt-erlebte-mich beschäftigte.

Und durch das anhören mir eine neue gelöste Position dazu bewusst wurde. Keine Trauer mehr, keine Anklage mehr wie schrecklich und grausam doch alles war.  Es schließen sich seit einiger zeit immer mehr erfahrungs-puzzel-teile zusammen.  

Eine allumfassendere  Betrachtung - sinn des ganzen  erkenne.

Das im hier und jetzt eine ganzheitlichere art der er-leb-barkeit nun möglich ist,

 gegenüber damals.

 

Im halbschlaf-traum heute Morgen war ich im haus meiner Großeltern. In mir war eine Idee, wenn es aus der Familie keiner mehr haben, bewohnen will, könnte ich es ja übernehmen.

Nun ich kam hin um das haus noch mal besuchen-ansehen zu können.

Da es verkauft worden war.

Jetzt lebte eine gruppe von Leuten darin, es stellte sich heraus, das sie mir bekannt waren.

Ging von Zimmer zu Zimmer und sprach mit den neuen Bewohnern.

Erinnerungen stiegen auf und tränen. In einem schaute ich nach draußen und erzählte dem Bewohner mit seinem Sohn meine gerade auftauchenden Erinnerungen.

Im Teich vorm haus wäre mein Bruder mit etwa 2 Jahren fast ertrunken,

ich mir mit dem Beil mal in den Daumen gehauen habe (er hat ne dicke narbe, ist aber noch dran).

In diesem Moment frage ich mich plötzlich, wieso fallen mir gerade die traurigen, schmerzvollen Erlebnisse ein?

Und steige aus dem Traum aus.

Im Wachzustand kam dann die Erkenntnis, es geht um abschied nehmen, von was?

Von allem vergangenen, dadurch war ich plötzlich völlig haltlos, kein anker in irgendeiner form auch immer.

Leere, schwerelos, taumelnd, strampelnd, haltsuchend.

Schreck – angst - innehalten –

Erkenntnis: das ist Freiheit,

mit dem Ge-wahr-sein von jetzt,

ohne irgendeine Bindung,

ist alles möglich.

Völlig neu.

Es ist wie ins leere - unbekannte springen, eintauchen…

Schwebe frei im raum – sicher – vertraut – aufrecht.

 

Rosa Schuster